Geburten in Bayern

Geburten in Bayern (1960 – 2019)

Seit 2012 steigen die Geburtenzahlen in Bayern wieder; im Jahr 2019 wurden in Bayern 128.227 Kinder geboren. Damit lag die zusammengefasste Geburtenziffer im Jahr 2019 bei 1,55 Geburten pro Frau im Alter zwischen 15 und 49 Jahren. Die Geburtenziffer ist insbesondere in den 1970er Jahren gesunken, im Jahr 1970 war sie das erste Mal unter dem Bestanderhaltungsniveau von 2,1 Geburten pro Frau. In den letzten Jahren ist sie allerdings wieder leicht angestiegen.

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Quelle: Elsas/Bieber (2021). Familienberichterstattung Bayern. Tabellenband 2020. Tab. 30

 

Geburten in Bayern nach Staatsangehörigkeit der Mutter (1960 – 2019)

Im Jahr 2019 wurden in Bayern insgesamt 128.227 Kinder geboren, darunter 95.771 Kinder von Müttern mit der deutschen Staatsangehörigkeit und 32.456 Kinder von Müttern ohne die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Anteil der Geburten von Müttern nichtdeutscher Staatsangehörigkeit betrug im Jahr 2019 damit 25,3 %. Seit dem Jahr 1960 ist dieser Anteil enorm gestiegen. Damals hatten lediglich 0,6 % aller neu geborenen Kinder Mütter nichtdeutscher Staatsangehörigkeit.

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Quelle: Elsas/Bieber (2021). Familienberichterstattung Bayern. Tabellenband 2020. Tab. 31

 

Geburten pro 1.000 Einwohner/innen in Bayern nach Staatsangehörigkeit der Mutter (1980 – 2017)

Im Jahr 2019 kamen auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Bayern 7,3 Geburten von Müttern deutscher Staatsangehörigkeit. Diese rohe Geburtenziffer betrug für Mütter nichtdeutscher Staatsangehörigkeit 2,5. Das heißt auf 1.000 Einwohner und Einwohnerinnen in Bayern kamen 2,5 Geburten von nichtdeutschen Müttern. Die rohe Geburtenziffer von Müttern mit deutscher Staatsangehörigkeit hat nach einem Höhepunkt Anfang der 90er Jahre abgenommen. Seit 2011 ist jedoch wieder ein leichter Anstieg zu beobachten. Die rohe Geburtenziffer für Mütter mit ausländischer Staatsangeörigkeit hat – mit leichten Schwankungen – seit dem Jahr 1985 geringfügig zugenommen.

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Quelle: Elsas/Schmid (2021). Familienberichterstattung Bayern. Tabellenband 2020. Tab. 33

 

Anteil der nichtehelich Lebendgeborenen und Anteil an allen Lebendgeborenen in Bayern (1960 – 2019)

Im Jahr 2019 wurden in Bayern 33.996 Kinder geboren, deren Mütter nicht verheiratet waren. Nichtehelich Lebendgeborene machen somit mehr als ein Viertel aller Geburten aus (26,5 %). Seit dem Jahr 1960 hat der Anteil der nichtehelich geborenen Kinder stark zugenommen. Damals lag er noch bei 9,1 %.

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Quelle: Elsas/Bieber (2021): Familienberichterstattung Bayern. Tabellenband 2030. Tab. 34

 

Geburten in Bayern: Alter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes (1985 – 2019)

Das durchschnittliche Alter bayerischer Mütter bei der ersten Geburt lag im Jahr 2019 bei 30,0 Jahren. Betrachtet man das untere und obere Ende der Verteilung, waren 10 Prozent der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes 23 Jahre oder jünger (1. Dezilsgrenze) und 10 Prozent der Mütter 36 Jahre oder älter (9. Dezilsgrenze). Diese Angaben beziehen sich auf alle Frauen unabhängig von ihrem Familienstand. Vor 2008 wurden dagegen nur die Altersangaben von verheirateten Müttern ausgewiesen. Um die Zahlen über die Zeit hinweg vergleichen zu können, zeigt die Grafik für die Zeit nach 2008 daher zusätzlich zu den Angaben zur biologischen Geburtenfolge auch die Angaben für die eheliche Geburtenfolge. Insgesamt zeigt sich, dass das Durchschnittsalter bei der Geburt des ersten Kindes kontinuierlich ansteigt.

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Quelle: Elsas/Bieber (2021). Familienberichterstattung Bayern. Tabellenband 2020. Tab. 35

 

Mehrlingsgeburten in Bayern (2000–2019)

Im Jahr 2019 gab es in Bayern 2.238 Zwillingsgeburten und 39 Drillingsgeburten. Mehrlingsgeburten von vier oder mehr Kindern sind äußerst selten, zwei mal kamen sie im Jahr 2019 vor.

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Quelle: Elsas/Schmid (2021). Familienberichterstattung Bayern. Tabellenband 2020. Tab. 36

 

Anteil nichtehelicher Geburten in Bayern (2019)

2019 wurden in Bayern durchschnittlich 26,5 % der Kinder nicht-ehelich geboren; dabei zeigen sich regionale Unterschiede: Ein Stadt-Land-Gefälle ist in der Grafik gut zu erkennen, viele kreisfreie Städte haben eine höhere Quote als der umliegende Landkreis. Darüber hinaus zeigt sich, dass sowohl in den nördlichsten als auch den südlichsten und östlichsten Landkreisen nichteheliche Geburten häufiger auftreten als in den mittleren Regionen.

Nicht in der Karte zu sehen, aber in Lebensverlaufsstudien zeigt sich, dass viele Paare nach der Geburt des ersten Kindes heiraten.

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Quelle: Elsas/Bieber (2021): Familienberichterstattung Bayern. Tabellenband 2020. Tab. 37

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